Einmal über den großen Teich – unser Florida Road Trip

Dieser Blog-Eintrag ist etwas länger … na gut, deutlich länger und ausführlicher als jeder andere Eintrag hier. Wer sich nur oder mehr für die Bilder interessiert, darf gern zu den entsprechenden Galerien scrollen. In den Panoramabildern könnt ihr euch horizontal „bewegen“, indem ihr einfach die Maus auf dem Bild nach links oder rechts bewegt.

Weihnachten in der Sonne – das machen wir jetzt schon das dritte Jahr in Folge. Nach Gran Canaria (das mir persönlich noch zu kalt war) und Ägypten (das uns beide nicht umgehauen hat), waren ursprünglich mal die Kapverden geplant, weil es für uns eine noch annehmbare Fluglänge wäre. Um die sechs Stunden, das sollte es maximal sein. Die Reisepreise zu Weihnachten sind allerdings Wahnsinn und dann habe ich doch mal weltweit geschaut, wo es uns hin verschlagen könnte. Ich habe schnell festgestellt, dass die Preise für die Dominikanische Republik, Kuba und Florida ähnlich sind. Nach ein bisschen recherchieren, habe ich mich auf Florida festgelegt: per Direktflug zu erreichen, etwa 24° C zur Reisezeit, weiße Strände – klingt ganz fair 😉 Bei der Reisevorbereitung war mir der Blog von Katrin eine Hilfe und Inspiration.
Wir mussten leider länger auf das Buchen der Flüge warten. Dezember und Januar sind Hochsaison in Florida. Zu Weihnachten ein bezahlbares Hotel zu bekommen, machte das Ganze nicht einfacher. So war das „Weihnachts- und Geburtstagshotel“ der Startpunkt für alles: ich habe ein bezahlbares Hotel in Strandnähe gesucht. Um dieses Hotel habe ich dann alles Weitere rundherum aufgebaut.

 

1. Tag: Flug Berlin Tegel → Miami → Florida City

Unsere Reise begann mit dem Abflug um 9:15 von Berlin Tegel mit Air Berlin. Wir sind beide Schisser und sind auch nicht davon ausgegangen, so schnell zu einem so langem Flug zu kommen – wir werden mutiger. Ich gestehe aber: eine Tavor habe ich vor Abflug genommen. Der 11h-Flug war super, man kann es nicht anders sagen. Ja, in der Holzklasse ist es eng und irgendwann weiß man nicht mehr, wie man sitzen soll, das Essen ist „ok“ und das Filmangebot im Flieger solala. Aber der Service war sehr gut und der Flug ganz ruhig. Lediglich kurz vor der Landung war es etwas wackeliger, aber alles im Rahmen. Wegen der Zeitverschiebung landeten wir um 14:30 Uhr in Miami. Den Mietwagen hatten wir zu 16 Uhr reserviert. Tatsächlich sollte es so lange dauern, bis wir es an den entsprechenden Schalter geschafft hatten. Nach dem Ausstieg sind wir ewig lang durch das Flughafengebäude gelaufen bis wir bei der automatischen Passkontrolle ankamen: Bestätigen, dass wir sind, wer wir sind, nicht böse sind, Pass auflegen, Fingerabdrücke, Foto machen und dann kommt ein Scheinchen aus dem Automaten. Nach welchen Gesetzen der Logik es auch gehen mag, es gibt Scheinchen mit einem großen Kreuz drauf und welche ohne. Ohne heißt, in der nächsten Schlange links abbiegen, Stempel abholen, fertig. Mit Kreuz heißt, rechts abbiegen, erneut in eine Schlange einreihen, erneut einem Menschen den Pass vorlegen, Foto machen, Fingerabdrücke geben, beantworten, was man in Amerika tun wird. Einmal raten, wie unsere Scheinchen wohl aussahen? 😉 Dann also zum Autoverleiher. Ein nicht viel kürzerer Weg, aber wir hatten ja auch lange genug gesessen. Ein Nissan wurde es. Mir egal, Hauptsache das Auto fährt. Erstaunlicherweise hat sich Tobi direkt bereit erklärt zum Hotel zu fahren. Das erste Hotel lag ca. 50km südlich von Miami und war eine gute Ausgangslage für den nächsten Tag.

Ein Walmart war laut Google Maps in fußläufiger Nähe und wir wollten uns einen Snack holen, bevor es ins Bett ging. Nun ja, uns trennte unter anderem eine 8-spurige Straße und eine Autobahnauffahrt von Walmart. Wir hatten keine Chance ohne Auto (lebend) dorthin zu kommen. Es blieb also nur eine bekannte Fast Food Kette direkt neben unserem Hotel. Gegen 20 Uhr fielen wir ins Bett – immerhin schon 2 Uhr morgens nach deutscher Zeit.

Erkenntnisse des Tages:
(1) Fliegen ist gar nicht so schlimm.
(2) Fußwege – völlig überbewertet?!

2. Tag: Florida City → Bahia Honda State Park → Key West → Florida City

20 Uhr ins Bett heißt: vor dem Morgengrauen die Augen öffnen. Bloß gut, Frühstück gab es schon halb 7. Schon kurz nach 8 sind wir zu den Florida Keys aufgebrochen. Bei meiner Recherche vorab dachte ich anfangs, dass wäre nur ein Inselstrich auf der Karte – nicht ganz: 180 km und 42 Brücken führen über den Highway US-1 vom Festland in eine Filmkulisse. Dass es am Ende des Tages so schön werden würde, damit hatte ich nicht gerechnet. Unser erstes Ziel war der Bahia Honda State Park. Die Fahrt war sehr entspannt. Wahrscheinlich auch weil es Sonntags und relativ früh war. Was uns aber auffiel: die Autos sind hier alles andere als klein. So langsam verstand ich, warum ich beim Autovermieter keinen Kleinwagen auswählen konnte. Wir wanderten eine Weile im Park umher, schossen zig Bilder von der alten Brücke und legten uns letztendlich noch für eine Weile an den Strand.

Making-of zum 1. Bild

Der Tag war noch jung und weiter ging es nach Key West, dem Ende oder auch Anfang des US-1. Es war wie das Eintauchen in eine andere Welt. Man liest oft, je südlicher man kommt, umso karibischer wird es. Da wir noch nie in der Karibik waren, nehmen wir das mal so hin. Es fühlte sich irgendwie unbeschwert an. Es waren viele Touristen unterwegs, ein Kreuzfahrtschiff lag im Hafen. Wir schlenderten auch hier durch die Straßen und am Hafen entlang bevor wir uns auf den Rückweg machten. In einem der zahlreichen Blogs, die ich vor dem Urlaub gelesen habe, war auch die Rede von Rehen auf einer der zahlreichen Inseln. Und auch wir sahen auch entsprechende Warnschilder an der Straße, aber zunächst keine Rehe. In einem der Orte sind wir mal vom Highway abgebogen, weil ich mal sehen wollte, wie man da so wohnt – und da standen sie. Beim ersten Klick der Kamera, nahm eines der Rehe direkt eine Modelpose ein.

Erkenntnisse des Tages:
(1) Keine Wurst und kein Käse zum Frühstück, dafür Waffeln und Muffins.
(2) Kleinwagen gibt’s hier scheinbar nicht.
(3) Motorrad fährt man hier am liebsten ohne Helm.

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1 Comment

  1. Alex 29. Januar 2017 Reply

    Schöner Urlaubsbericht. Da bekommt man gleich Lust, sich auch ne Reise zu buchen und sich Land und Leute anzuschauen bzw. am Strand zu chillen. 🙂

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