Vegas, Baby!

Nach dem der letzte Urlaub in den Staaten stattfand und ich nun langstreckenflugtauglich bin, durfte ich wieder eine Reise über den großen Teich antreten. Dieses mal stand Las Vegas auf der Liste. Neben einem Kollegen durfte auch ich bei der CES unsere Fortschritte im Projekt Tile Based HEVC Video for Virtual Reality vorstellen. Wer meint, das macht alles immer nur Spaß, dem sei gesagt, dass ich nach 10h Flug aus Florida nur 4 Tage zu Hause war, um dann mit einem 5h Aufenthalt in Paris, verspäteter Ankunft in New York, Stau und viel zu wenig Zeit beim Wechsel des Flughafens nach 27h im Hotel in Las Vegas anzukommen (ca. 1 Uhr Ortszeit), in dem es dann auch noch Probleme mit der Reservierung gab. Der Rückflug war über Minnessota nach Amsterdam ohne Probleme – nur der Flug von Amsterdam nach Berlin wurde kurzfristig gestrichen und ich auf einen Flug 4h später umgebucht…

Da ich das erste Mal auf der CES war und somit auch das erste mal in Las Vegas, war ich natürlich voller Vorfreude. Leider folgte recht schnell ein Dämpfer. Las Vegas ist schrill, bunt, verrückt, ich würde kurz zusammengefasst sagen, Las Vegas ist das reinste Chaos. Alles blinkt. In der Regel herrscht eine anhaltende Geräuschkulisse, die dafür sorgt das man sich nicht sonderlich gut versteht (bestimmt beabsichtigt da bei 3.0 intus nicht viel Konversation mehr geht) und es ist fies teuer. Da ich noch immer Student bin, waren gute Restaurants nicht wirklich ein Thema, da ich auf den Preis gucken musste. Die bezahlbaren Restaurants waren jetzt nicht schlecht, aber auch nicht der Knaller. Die Portionen sind deutlich übertrieben und in der Regel im Fett getränkt. Da durfte die Leber, durch das Abdanken der Galle, auf Hochtouren schuften.

Die CES hat mich auch nicht vom Hocker gerissen. Es gab 2 – 3 Stände (u.a. der von Intel) die mich interessierten und ein längeren Aufenthalt mit sich zogen. Vieles wirkte irgendwie wie ein Lagerverkauf bei Rudi’s Resterampe. Apropo Resterampe: einige Damen, die für Stripclubs auf dem Strip geworben haben, hatten auch schon bessere Zeiten erlebt. Jedenfalls hat mich Las Vegas nicht vom Hocker gehauen. Somit hatte ich auch überhaupt keinen Bock diese Stadt, weder bei Tag noch bei Nacht, zu erkunden und irgendwas zu fotografieren. Der Springbrunnen am Bellagio war schon eine schöne Inszenierung aber war es dann auch nicht wert nochmals von mir abgelichtet zur werden. Einen Fußmarsch hatte ich doch unternommen, da wir für unseren Stand noch etwas brauchten. Es lief darauf hinaus, dass für alle anderen Unternehmungen ein Uber bestellt wurde, da mir auf diesem Fußmarsch genug verwirrte Personen entgegen kamen.

Am letzten Tag war kein Messedienst und somit konnten mein Kollege, seine Freundin und ich das Umland von Las Vegas erkunden. Hierfür haben wir uns einen Leihwagen gemietet und eine Agenda geschmiedet. Auf dieser befanden sich der Hoover Dam und das Valley of Fire. Soviel sei vorab gesagt, dieser Tag hat jedenfalls dafür gesorgt, dass Nevada nun ganz oben auf der „demnächst zu erkunden Liste“ ist. Es waren enorme Impressionen, die die Fahrt bot. Am Hoover Dam fiel dann die Kinnlade runter. Der war schon sehr eindrucksvoll. So sehr dass wir gleich noch eine Tour ranhingen um in das Power Plant vom Hoover Dam zu gelangen. Mit 15$ jetzt nicht die Welt, aber auch etwas überzogen, für das, was man zu sehen bekommt. Aber nach den Preisen in Las Vegas war das Preis-Leistungsverhältnis dann doch vertretbar.

Vom Hoover Dam ging es dann zum Valley of Fire. Hier wurden wir kurz aufgehalten, da wir einen Nationalpark durchqueren mussten. Mit einem Eintritt von 20$, mal wieder etwas Geld gelassen, aber rückblickend betrachtet, jeden einzelnen Penny wert! Das Reservat war super und man hatte genug Möglichkeiten beim Cruisen anzuhalten um Fotos zu machen.

Leider passierte es scheinbar zu oft, da wir dadurch etwas zu Spät zum Valley of Fire kamen. Dennoch war noch genug Licht dort, um einen kurzen Einblick zu erhalten, was einen erwartet, wenn man mit etwas mehr Zeit im Gepäck unterwegs ist.

In Summe hat der letzte Tag die Wogen geglättet und dafür gesorgt, dass die Landschaft Nevadas mich angefixt hat.

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