Sardinien – grüne Berge und mehr Meer

Für unsere Verhältnisse kurzfristig, haben wir uns doch noch für eine Woche Urlaub entschieden. Zur Auswahl standen Portugal und Sardinien. Warum es Letzteres wurde, weiß ich gar nicht mehr, aber Portugal ist ja dennoch nicht von der Liste gestrichen. Die größte Mittelmeerinsel Sizilien haben wir ja schon 2016 besucht, also war jetzt Nummer 2 dran – dieses Mal leider auch nur zu zweit.

Das Fazit schon vorweg: Sardinien hat mich so viel mehr beeindruckt als Sizilien, ist eine absolute Reiseempfehlung und steht mit Nord- und Ostküste wieder auf unserer Liste!

Ohne Mietwagen geht auf Sardinien nicht viel – das war nach der Landung also unsere erste Anlaufstelle. Gebucht hatten wir alles bereits, warten mussten wir trotzdem eine gute Stunde ehe wir überhaupt am Schalter waren. Die Mitarbeiterin redete sich u.a. damit raus, das Hochsaison wäre – ja, ist klar, haben wir ja eine Woche lang auf der Insel gesehen … nicht!

Statt auf kürzestem Weg das Hotel anzusteuern, entschieden wir uns für eine kleinen Umweg von etwa 4-5 Stunden mit zahlreichen Fotostopps auf Landstraßen, Küstenstraßen und Buckelpisten. Generell sind wir bis auf den letzten Tag (vom Hotel zum Flughafen) keine Autobahn gefahren. Die Straßen waren so weit in gutem Zustand, auch die Straßen in den Serpentinen waren gut ausgebaut. Nur einmal hat uns das Navi auf eine äußerst seltsame Straße geschickt, an der auch noch ein Warnschild wegen plötzlich auftretender Flutwellen stand – hier kehrten wir dann doch lieber um. Wir waren wirklich viel im Auto unterwegs, fuhren nicht nur innerhalb des Landes oftmals stundenlang allein und ohne Gegenverkehr, sondern auch in den zahlreichen kleinen Örtchen war kaum eine Menschenseele zu erblicken. Die Dörfer und Städte, die wir besucht haben bestehen größtenteils aus verwinkelten Einbahnstraßen und die Einheimischen, die man dann doch im Auto trifft, fahren ohne Rücksicht auf Verluste. Auch Geschwindigkeitsbegrenzungen sind nur da um sie nicht zu beachten: bei erlaubten 50 km/h, fahren Einheimische eben 90…

Unser Hotel liegt an der westlichen Küste Sardiniens, ziemlich zentral. Wir besuchten von dort aus  das Capo San Marco, die Area archeologica di Tharros und die Strände der Sinis Halbinsel. Ein Strand hat mich dabei ganz besonders fasziniert: Der Reiskornstrand – weißer Quarzsand in Reiskorngröße, wie zahlreiche kleine Steine.

An einem anderen Tag standen das Capo Caccia und Alghero auf unserem Plan.

Jeden Tag gab es irgendetwas zu erkunden. Wenn wir mal weniger rumfahren wollten, waren wir plötzlich doch 5-6h unterwegs. Wir ließen uns einfach treiben, hatten ein Tagesziel und den Weg dahin haben wir immer kurzfristig entschieden und die abgelegensten Straßen gewählt.

An einem Tag hat es nur geregnet – auf der ganzen Insel. Aber im Auto ist es ja meist trocken und wir machten uns trotzdem auf den Weg und konnten auch nochmal ganz andere Bilder machen.

Und nach wie vor liebe ich es, zu fotografieren, wie der Herr fotografiert 🙂 Er ist ganz verliebt in seine neue Kamera (und wird sicher auch bald eine Review verfassen), deshalb gibt’s dieses Mal deutlich mehr Bilder als Text.

 

Was für uns beide sehr schwierig war: Der Umgang mit italienischen Essenszeiten 😀 Viele Restaurants öffnen abends erst wieder um 19.30 Uhr! Dafür gibt’s aber in zahlreichen Eisdielen und Cafés bestes italienisches Gelato, Tiramisu und andere Naschereien, um die Zeit bis zum Abendessen zu überbrücken. Die Preise waren denen in Deutschland sehr ähnlich, Pizza und Tiramisu (war zum Vorteil unseres Hüftspecks) günstiger als zu Hause. Auch das Tanken war ähnlich teuer.

Nochmal abschließend: Besucht Sardinien! Es lohnt sich!

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